Windows-Installer auch im abgesicherten Modus

Der Windows Installer Dienst lässt sich im abgesicherten Modus von Windows nicht nutzen.
Dies bedeutet, dass Programme nicht installiert oder deinstalliert werden können im abgesicherten Modus ohne Angabe von bestimmten Befehlen mit msiexec in der Eingabeaufforderung (cmd).
Dies kann aber vonnöten sein, wenn sich Programme im laufenden Windows nicht mehr installieren, deinstallieren oder aktualisieren lassen.

Jedoch kann man mit ein paar Änderungen an der Registry, Windows dennoch zur Zusammenarbeit motivieren…

REG ADD "HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\SafeBoot\Minimal\MSIServer" /VE /T REG_SZ /F /D "Service"

Oder mit Netzwerktreibern:

REG ADD "HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\SafeBoot\Network\MSIServer" /VE /T REG_SZ /F /D "Service"

Danach kann man den Installer-Dienst mit

net start msiserver

starten.

Netzwerkprofile in Windows 2012 R2

Mit Windows Vista/2008 wurden sogenannte Netzwerkprofile eingeführt, um das Firewalling unter Windows zu vereinfachen. Für Clients trifft das oft zu, für Server ist das oft kontraproduktiv. Die Zuordnung erfolgt automatisch und kann nicht ohne Weiteres geändert werden.

Zum Glück besteht über Powershell weiter die Möglichkeit, die Profile individuell anzupassen.

Get-NetConnectionProfile | Set-NetConnectionProfile -NetworkCategory Private

Disk-Cleanup NG

Seit Windows 2012 ist es nicht mehr so einfach, den cleanmgr zu installieren (Teil des Desktop Experience, dass man auf Servern nicht installieren will). Eine alternative Methode zum Entschlacken des WinSxS-Ordner ist das Tool dism.

Löschen aller alten Revisionen von Komponenten:

Dism.exe /online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup /ResetBase

Löschen von alten Service-Packs:

Dism.exe /online /Cleanup-Image /SPSuperseded

Danach kann man die aktuell installierten Servicepacks nicht mehr deinstallieren.

Zusätzlich mit CCleaner benutze ich das häufig, um virtuelle Maschinen zu entschlacken.

Disk-Cleanup

In Windows 7/8 ist ein erweiteter Diskcleaner eingebaut, den man als Administrator über die commandline starten kann:

cleanmgr /sageset:65535 & cleanmgr /sagerun:65535

Man erhält eine Auswahl von sehr vielen Bereichen, mit denen man sehr viel Speicherplatz wieder freigeben kann.

cleanmgr

Anbei eine Übersicht, was alles mit dem Tool (Erweitere Ansicht) bereinigt werden kann:

  • Temporary Setup Files
    Dabei handelt es sich um Dateien, die vom Setup für die Installation erstellt werden, aber nach der Installation nicht mehr gebraucht werden. Diese Dateien werden normalerweise automatisch vom Setup gelöscht, was aber leider nicht immer der Fall ist.
  • Übertragene Programmdateien
    Datei handelt es sich um ActiveX- oder Java-Elemente, die für bestimmte Webseiten benötigt werden.
  • Temporäre Internetdateien
    Beim Aufruf von Webseiten über den Internet Explorer werden Seitenelemente wie Bilder, Animationen, Sound usw. auf die Festplatte zwischengespeichert. Das wird gemacht, damit bei einem weiteren Aufruf der Webseite diese Elemente nicht wieder über das Internet erneut geladen werden müssen.
  • Offlinewebseiten
    Enthält Seiten, die Sie über den Internet Explorer komplett abgespeichert haben. Diese Seiten können ohne Internetverbindung wieder geöffnet werden.
  • Debug-Speicherabbilddateien
    Bei einem Absturz einer Anwendung wird oft ein Dump-File mit Debuginformationen erstellt. Diese Datei kann für die Fehlersuche benutzt werden. Sie ist in den meisten Fällen nur für den Hersteller der Anwendung interessant.
  • Temporäre Dateien für Microsoft-Fehlerberichterstattung
    Bei Programmfehlern oder Abstürzen speichert Windows in diesem Ordner Informationen für die späterer Fehlerberichterstattung. Auch hier kann wieder ohne Bedenken alles gelöscht werden.
  • Alte CHKDSK-Dateien
    Mit dem Programm CHKDSK können Sie die Festplatte auf Fehler untersuchen und die fehlerhaften Einträge auch beseitigen lassen. Können entsprechende Zuordnungen nicht wieder hergestellt werden, dann werden diese Informationen auf die Festplatte im Rootverzeichnis abgelegt.
  • Papierkorb
    Damit leeren Sie den Papierkorb
  • Temporäre Remotedesktopdateien
    Dieses Dateien werden bei einer Remote-Desktopverbindung erstellt und werden später nicht mehr wieder benötigt.
  • Setup-Protokollierungsdateien
    Diese Dateien enthalten Informationen über den Ablauf der Installation einer Anwendung. In den meisten Fällen werden diese LOG-Dateien nicht wieder benötigt.
  • Temporäre Dateien
    Im den Temp-Verzeichnissen werden beim Start von Programmen TEMP-Dateien angelegt, die für die Ausführung der Anwendung kurzzeitig genötigt werden. Wenn die Anwendung geschlossen wird, werden diese Anwendungen nicht mehr benötigt. Die meisten Anwendungen löschen diese Einträge, durch einen Absturz oder weil es nicht programmiert wurde, können aber Dateien im Temp-Verzeichnis liegenbleiben.
  • WebClient/Publisher Temporary Files
    Dateien, die vom WebClient/Publisher gespeichert wurden, um die Systemleistung zu verbessern.
  • Temporäre Offlinedateien
    Temporäre Offlinedateien sind lokale Kopien der zuletzt besuchten Netzwerkdateien. Diese Dateien werden automatisch im Zwischenspeicher abgelegt, so dass Sie nach Beenden der Netzwerkverbindung offline auf sie zugreifen können
  • Offlinedateien
    Offlinedateien sind lokale Kopien von Netzwerkdateien, die Sie explizit offline zur Verfügung haben möchten, so,dass Sie auch verwendet werden können, wenn Sie nicht mit dem Netzwerk verbunden sind.
  • Alte Dateien komprimieren
    Dadurch werden selten benutzte Dateien komprimiert, um Festplattenplatz zu sparen. Wird auf die Dateien wieder zugegriffen, werden diese automatisch entpackt. Da das Packen/Entpacken Zeit kostet, sollten Sie das nur machen, wenn Sie diesen Plattenplatz unbedingt benötigen. Es werden keine Dateien gelöscht. Der gewonnene Speicherplatz wird ungefähr angegeben, weil die Dateien unterschiedlich komprimiert werden.
  • Katalogdateien für den Inhaltsindex
    Der Windows Indexdienst erstellt Katalogdateien, die für eine Suche benutzt werden und dadurch die Suche entsprechend beschleunigen. Diese Katalogdateien stammen von einem früheren Indizierungsvorgang und können bedenkenlos gelöscht werden.

Citrix Webinterface-Fehler

Bei manchen Installationen vom Citrix Web-Interface 5.4.2 bekomme ich folgenden Fehler beim Anlegen einer Site:

An error occurred while configuring the ICA File Signing Service: Unable to add user IIS Apppool\CitrixWebInterface5.4.2AppPool to group CitrixICAFileSigningServiceUsers

Lösung: Site einfach neu anlegen, der Fehler tritt dann nicht mehr auf.